Lesemonat Februar

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Hej hej meine Lieben,

und da ist es doch direkt wieder so weit und es gibt schon den nächsten Lesemonat.

Auch wenn dieser Monat nicht ganz so viele Bücher beinhaltet hat, bin ich mit den 11 Büchern die ich gelesen/gehört habe sehr zufrieden. Da hat sich doch einfach mal ‚Die Mitternachtsbibliothek‘ mit auf das Bild geschummelt, dabei gehört das Buch doch eigentlich in den März. Dafür fehlt ‚Demonic Kiss – Verborgen im Herzen der Dunkelheit‘ welches ein Highlight war zu dem Ihr aber eine Rezension auf meinem Blog findet.

Herzensbuch

– The Comfort Book von Matt Haig
– Kirschroter Sommer von Carina Bartsch
– Türkisgrüner Winter von Carina Bartsch

Highlight

– Schwarzes Herz von Jasmina Kuhnke
– Silent – Die Stille in dir von Any Cherubim
– Sonnengelber Frühling von Carina Bartsch
– Alles was ich in dir sehe von Kyra Groh
– Der Himmel über Sylt von Lina Hansson

Mochte ich sehr

Dunbridge Academy von Sarah Sprinz

Lektüre für zwischendurch

– Captured by your heart von Sabrina Bennett

Das war es auch schon wieder, wie ihr merkt, ist es hier gerade sehr ruhig, da ich viel um die Ohren habe.

Habt’s fein eure Chrissi

Lesemonat Januar

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Hej hej meine Lieben,

nach dem ich festgestellt habe, dass ich den November und Dezember habe komplett unter den Tisch fallen lassen, starten wir dieses Jahr doch direkt wieder mit meinen Lesemonaten. (Besser spät als gar nicht.)

Auch wenn Ihr schon eine Übersicht in den Highlights findet hier noch einmal inkl. Bewertung.

Ich bin sehr zufrieden mit meinem ersten Lesemonat, sowohl mit der Menge als auch mit den Büchern. Es war in jedem Fall gut durchmischt.

Herzensbuch

– Like Water in your hands von Mehwish Sohail
– Lieber Instagram-Liebe, als gar kein Sex von Barbara Lah

Highlight

– Sterbende Seelen von Leo Born
– Das 6-Minuten Tagebuch von Dominik Spenst
– Late Night – Unter Haien von Nora Welling
– Nightsky full of Promise von Mounia Jayawanth
– Blue – Wo immer du mich findest von Nicola Hotel

Mochte ich sehr

– Cold Case – Das gebrannte Kind von Tina Frennstedt
– Winterwunderglitzern von Georgia Toffolo
– Strandkörbchen und Wellenfunkeln von Petra Schier

-Winter im kleinen Fördehaus von Evelyn Kühne

Lektüre für zwischendurch

– Trinity – Gefährliche Nähe von Audrey Carlan
– Die Schutzbefohlene des Seals von Leslie North/Katie Night
– Was wir in uns sehen von Sarina Bowen
– Cold Case – Das verschwundene Mädchen von Tina Frennstedt

Habt’s fein, eure Chrissi

Schokospatz trifft Kekspraline von Lotte R. Wöss

Titel: Schokospatz trifft Kekspraline

Autorin: Lotte R. Wöss
Seiten: 344
Genre: Liebesroman
Verlag: Empire-Verlag
Format: eBook
Preis: 0,99€ Kindle

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Mochte ich sehr

Nora hat, nachdem plötzlichen Tod ihres Vaters die Führung der Schokoladen-Manufaktur übernommen. Eigentlich läuft dies zu Beginn auch ausgezeichnet, doch dann geht alles schief, was schiefgehen kann. Ihre Stiefmutter versucht sie beim Vorstand schlechtzumachen und sie rauszuekeln. Hinzu kommt der ein oder andere Sabotageakt, der nicht nur die Produktion, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern erschwert. Um allem wieder mehr Auftrieb zu geben, hat Nora vor, eine Kooperation mit einer renommierten Keksfabrik einzugehen. Doch das ist nicht alles, um das Produkt entsprechen mit einem Knall am Markt zu positionieren, will sie mit dem Inhaber Klaus Heim von Werlenbach eine Vernunftehe eingehen. Nach dem ersten Treffen sind die beiden wenig angetan voneinander und doch wollen sie es versuchen. Aber es wäre doch nur halb so spannend, wenn auf dem Weg zur Hochzeit alles glattgehen würde.

Meine Meinung:

Cover, Gestaltung und Schreibstil

Das Cover wäre jetzt keines, was mich als absoluten Cover-Käufer direkt ansprechen würde und ohne die Anfrage der Autorin wäre ich wohl auch nicht unbedingt auf das Buch gestoßen.

Aber es passt zum Buch und macht mir persönlich direkt Lust auf Schokolade.

Da es für mich schon das zweite Buch von Lotte ist, kannte ich ihren Schreibstil bereits. Er war wie gewohnt, sehr angenehmen, witzig, beschreibend und gefühlvoll.

Leider gibt es gerade in den ersten Kapiteln einige Wiederholungen in Gesprächen zwischen Nora und diversen Protagonisten, die mir persönlich sehr aufgefallen sind und man bestimmt hätte anders formulieren können. Dies kam aber im weiteren Verlauf nicht mehr vor. Das Buch ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben. Man hat aber Abschnittweise immer das Gefühl, mehr aus Noras oder aber aus Klaus Sicht in die Geschichte einzutauchen.

Protagonisten

Die Haupt-Protagonisten, die wir hier in dem Buch finden, entsprechen, nicht dem in vielen Romanen gezeichneten Idealbild, welches wir auch aus Presse und Fernsehen kennen. Das macht die beiden umso sympathischer. Beides sind sehr starke Charaktere, die ihre Geschichte haben und schon viel erdulden mussten. Sei es Mobbing, Liebe wegen Titel und Geld oder anderes. Besonders im Vordergrund steht die Entwicklung der beiden, die erst über einen geraumen Zeitraum hinweg versuchen müssen, Vertrauen aufzubauen und über die anfänglichen Vorurteile aufgrund des Aussehens hinwegzusehen. Gerade die sehr direkte Art der beiden Protagonisten gefällt mir hervorragend, da somit nicht aneinander vorbeigeredet wird und sich kein oft so künstliches Drama entwickelt. Auch die anderen Protagonisten sind gut ausgearbeitet und man hat sofort ein Gefühl für die Sympathieträger und die, die man nicht leiden kann. Alles in allem hat man eine gelungene Mischung an Charakteren in diesem Buch.

Inhalt

Die Geschichte ist nicht neu, auch wenn der Start und die Umsetzung eher etwas ungewöhnlich ist. Die Storyline, die gut ausgearbeiteten Charaktere, die bis auf die ein oder andere Ausnahme sehr sympathisch sind und die verschiedenen Teile der Geschichte, die sich hier zu einem großen ganzen verweben machen das Buch so interessant, dass man es nicht mehr aus der Hand legen mag und auch ich habe es innerhalb eines Nachmittags durchgesuchtet. Es gab bis auf die mehrfachen Wiederholungen in Gesprächen oder auch Gedanken, auch keine Kritikpunkte. Auch wenn ich sehr begeistert von den Charakteren und deren Geschichte bin, gerade von Nora, weil ich mich doch sehr mit ihr identifizieren kann, so hat mich das Buch leider emotional nicht komplett abgeholt. Versteht mich nicht falsch, die Autorin versteht sich darauf, auch aus Sicht des auktorialen Erzählers gefühlvoll zu schreiben, aber der letzte Funke hat mir hier diesmal bedauerlicherweise ein wenig gefehlt.

Fazit

Nicht das Aussehen, unser Vermögen oder unser Titel bestimmen, wer wir sind. Sondern es ist immer das Gesamtpaket, was es zu betrachten gilt und auch dann zählt einzig und allein die Person.

Auch wenn dieses Buch mich nicht komplett abholen konnte, so mochte ich es doch sehr und ich kann es wirklich jedem ans Herz legen, der gerne Starke Charaktere mag, die halt mal nicht dem Idealbild entsprechen.

Vielen Dank für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Cold Case – Das gebrannte Kind von Tina Frennstedt

Titel: Cold Case – Das gebrannte Kind

Autorin: Tina Frennstedt
Seiten: 408
Genre: Kriminalroman
Verlag: LÜBBE
Format: Taschenbuch
Preis: 16,00€

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Mochte ich sehr

Mehrere Brände, vier Tote, immer das gleiche Vorgehen. Der Täter entfernt die Brandmelder und kennzeichnet die Häuser mit Ziffern, bevor er den Brand legt. Die Polizei ist ratlos, doch dann wendet sich das Blatt, als eine Frau überlebt und von Musik berichtet, die während des Brandes gespielt haben soll. Diese neue Information versetzt Tess Hjalmarsson in Alarmbereitschaft und bereitet ihr zusätzliches Kopfzerbrechen. Kann es sein, dass es eine Parallele zu einem ihrer ersten Fälle gibt, der nie gelöst wurde und ihr noch heute Kopfschmerzen bereitet?

Es ist der dritte Teil der Cold Case Reihe und für mich das zweite Buch, welches ich von der Autorin lese. Der Schreibstil der Autorin, ist wie gewohnt, flüssig, angenehm und fesselnd. Auch dieses Buch ist wieder aus der Erzählperspektive geschrieben, was einem das Gefühl vermittelt, de ganze Zeit bei den Ermittlungen hautnah dabei zu sein.

Tess und Ihr Team welches eine bunt zusammengewürfelte Mischung aus Charakteren ist, gefielen mir auch dieses Mal wieder sehr gut, wie auch schon bei Band zwei. Die Ausarbeitung der Charaktere ist wie gewohnt hervorragend.

Die Leben von Marie und Tess haben sich enorm weiterentwickelt, ist Tess nun wieder in einer festen Beziehung und hat sich gefangen, so ist Marie hauptsächlich wieder alleine, aber nicht mehr so sprunghaft wie noch in Teil zwei, bändelt jedoch mit dem bekannten Polizeipsychologen wieder an.

Auch dieses Buch spielt wie schon der zweite Teil im Süden Schwedens. Auch gibt es hier wieder Parallelen zu schon bekannten Fällen in Schweden, der Großteil ist aber Fiktion. Die Aufteilung der Kapitel ist wieder an den Tagesdaten orientiert und diese sind dann wiederum in verschiedene Abschnitte und perspektiven bzw. Zeiten unterteilt. Auch dies war mir schon aus Teil zwei bekannt. Da es hier um aktuelle Fälle geht, gleichzeitig aber auch Parallelen zu einem ihrer älteren Fälle gibt, macht es manchmal etwas verworren, aber umso interessanter. Es beleuchtet außerdem, dass Cold Case Einheiten nicht immer nur an alten, sondern auch immer wieder an neuen Fällen arbeitet. Gerade in diesem Buch steht Tess sehr in der Öffentlichkeit, was die Ermittlungen und ihre eigene Sicherheit nicht gerade vereinfachen. Durch die Vermischung der aktuellen Fälle und dem alten Falls, plätschert hier die Handlung nicht ganz so dahin, wie es im vorherigen Band noch gewesen ist. Das Buch war aber durchgehend so aufgebaut und strukturiert, das es einem nicht langweilig wurde und man weiter Rätseln wollte. Leider war für mich nur etwa ab etwas über der Hälfte klar in welche Richtung der Täter zu suchen ist. Das hat es dann leider etwas vorhersehbar gemacht.

Fazit:

Manche Wunden sitzen so tief, dass man sie über Jahre hinweg nicht überwinden kann und wenn diese dann wieder aufbrechen, kann es umso schmerzhafter sein,

Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung für Fans von Kriminalromanen. Da ich eher der Thriller-Fan bin, fehlt mir ein wenig die zusätzliche Spannung. Trotzdem lese ich die Bücher der Autorin sehr gerne, da man merkt, dass Sie vom Fach ist und dies auch immer wieder in ihre Bücher mit einfließen lässt.

Danke an LÜBBE und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Strandkörbchen und Wellenfunkeln von Petra Schier

Titel: Strandkörbchen und Wellenfunkeln

Autorin: Petra Schier
Seiten: 336
Genre: Liebesroman
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99€

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Mochte ich sehr

Luisa hat ihre eigene Tierarztpraxis und schreibt an ihrer Dissertation. Eines Tages steht Lars mit einem kleinen Welpen vor ihr. Er hat ihn gerettet und die kleine Golden-Retriever-Hündin braucht dringend Luisas Hilfe. Sie kann einfach nicht nein sagen, auch wenn sie Lars gerne aus dem Weg gehen würde. Nachdem er ihr vor acht Jahren das Herz gebrochen hat, hat sie so gut wie jeden Kontakt vermieden. Doch nun kochen erneut Gefühle in den beiden hoch. Und während Luisa noch versucht zu ignorieren, dass diese immer noch da sind. Versucht Lars noch zu ergründen, was genau mit ihm passiert, wenn Luisa in seiner Nähe ist.

Es ist mittlerweile der zweite Roman aus der Lichterhaven-Reihe, den ich lese. Die Autorin hat eine ganz eigene Art einen in diese kleine Stadt an der Nordsee zu versetzen. Ihr Schreibstil ist emotional, angenehm, gemütlich, flüssig und zieht einen sofort in seinen Bann. Die Geschichte wird aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben und nimmt Lars und Luisas Seite ein. Aber auch der Hund, der immer mit zu den Hauptcharakteren gehört, bekommt, eine eigene Stimme. 

Luisa ist zielstrebig, liebevoll, Familien- und Tierverbunden. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann arbeitet sie darauf hin dies auch zu bekommen. Manchmal vergisst sie über ihre Arbeit, die Ihre Leidenschaft ist auf sich selbst zu hören und gibt zu viel auf das Gerede im Dorf, welches in so einer kleinen Gemeinde ganz normal ist. Ich mochte sie auf Anhieb sehr.

Lars, der einige Jahre älter ist als Luisa, hat sich in seiner Jugend ausgetobt und Luisa bis zu dieser Nacht an ihrem 18ten Geburtstag nicht wirklich für sie interessiert. Nach einer kurzen aber stürmischen Affäre hat er sich aus dem Staub gemacht, um sein Leben zu sortieren. Mittlerweile ist er so ganz anders als noch in jungen Jahren. Er ist definitiv ein Kandidat, der sich in mein Herz geschlichen hat und auf eine eigene Seite in meinem Bookboyfriend Buch.

Es war toll einige der anderen Charaktere, die ich aus Band fünf schon kannte wieder zu treffen. Alle Charaktere haben ihren ganz eigenen Stil und sind entsprechend gut ausgearbeitet. Es ist alles einfach stimmig für die Dorfgemeinschaft.

Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Teil der Reihe. Man kann ihn aber auch unabhängig von den ersten beiden Teilen lesen. Klar kommen die Charaktere aus den vorherigen Teilen auch vor, aber man wird immer so weit abgeholt, dass man genau weiß, wie man diese einzuordnen hat. Der Aufbau der Geschichte ist sehr angenehm gerade mit den Sprüngen zwischen damals und heute. Auch, dass sich die Geschichte zwischen den beiden Protagonisten langsam entwickelt und wie ihre Familie auf die ganze Situation reagiert hat mir hervorragend gefallen. Die Art wie die Dorfgemeinschaft beschrieben wird, erinnert mich nur zu gut an das Dorf, in dem meine Eltern an der Nordsee wohnen. Es ist einfach perfekt und erinnert mich auch immer wieder an die vielen Urlaube, die ich schon an der Nordsee verbracht habe. Ich fühle mich sofort dahin zurückversetzt.

Fazit:

Manchmal können auch eine gewisse Entfernung und ein paar Jahre nichts an deinen Gefühlen für einen Menschen ändern und genau dann solltest du dich um diesen Menschen bemühen.

Es ist ein wunderbarer Roman für tolle Lesestunden. Man kann sich für ein paar Stunden in einen gemütlichen Sommerurlaub an der Nordsee träumen und erfährt auch ein ums andere Mal was so ein Vierbeiner so alles von uns denken mag.

Danke an Mira Taschenbuch und das Bloggerportal für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Late Night – Unter Haien von Nora Welling

Titel: Late Night – Unter Haien

Autorin: Nora Welling
Seiten: 320
Genre: New Adult, Liebesroman
Verlag: Lübbe
Format: Taschenbuch
Preis: 12,99€

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Highlight

Ruben Stephanski ist jung, gut aussehend, ein Hardliner in Geschäftsdingen und Millionär.

Louisa hingegen ist ganz am Anfang. Sie will mit Ihrer App etwas bewirken. Menschen wie Ihrer Schwester mit einer Autismus-Spektrum-Störung helfen, sich in der Kommunikation besser zurechtzufinden. Daher tritt sie bei unter Haien an. Sie will unbedingt einen Investor für ihre App finden, doch damit, dass gerade Ruben Stephanski ihr einen Deal anbietet, der sogar ein Büro und eine einjährige Mentorenschaft beinhaltet, hat sie nicht gerechnet.

Für mich war es das erste Buch der Autorin. Der Schreibstil war angenehm, bildlich, flüssig, fesselnd und emotional. Sie hatte mich von Seite eins und am liebsten hätte ich das Buch in einem durchgelesen. (Wenn man ja nicht noch arbeiten müsste) Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Ruben und Louisa erzählt. Dies ist hier auch in jedem Fall notwendig, damit man sich in die beiden hineinversetzen kann.  

Louisa ist ein Überflieger und sehr klug. Aufgrund ihres Aussehens wird sie jedoch gerne als das hübsche Beiwerk und das kleine Dummerchen abgestempelt. Keiner traut ihr so richtig etwas zu, am aller wenigstens sie selbst. Lediglich ihr bester Freund aus Kindertagen steht immer hinter ihr. Ich konnte mich nur zu gut in sie und ihre Situation hineinversetzen. Gerade als Frau hat man es in einem männerdominierten Business nicht immer leicht. Auch wenn ich sie zeitweise etwas naiv in manchen Dingen fand, so mochte ich sie und ihre Art doch sehr.

Ruben dagegen hat ein enormes Ego. Er weiß, wie er auf andere wirkt, dass er gut aussieht und wie er die Kontrolle behält. Und genau das ist auch das Wichtigste für ihn. Er muss die Kontrolle über sein Leben behalten. Doch in Louisas Nähe wird das für ihn immer schwieriger. Auch ihn mochte ich sehr und es war stellenweise echt erschreckend seine Gedankenwelt nachzuvollziehen.

Beide Charaktere und deren Hintergründe waren hervorragend ausgearbeitet und haben mir gefallen. Alle anderen Charaktere, allen voran, aber die beiden besten Freunde der Protagonisten waren ebenfalls ihrem Anteil nach gut ausgearbeitet.

Mann hat in diesem Buch nicht viel Zeit über die Geschichte oder den Weg dahin nachzudenken, denn man ist direkt mittendrin. Man kämpft mit Louisa gegen die Selbstzweifel, versucht etwas derangiert einen Deal bei „Unter Haien“ abzuschließen oder aber die Kontrolle zu behalten und nicht schwach zu werden, wenn man sich gerade als Ruben in Louisas nähe aufhält. Beide Protagonisten haben ihre individuellen Probleme, die gar nicht so selten heutzutage vorkommen und von denen ich das ein oder andere sehr gut nachvollziehen kann. Ich kann leider nicht genau darauf eingehen, da ich hier sonst spoilern würde. Das Setting in Berlin, die Themen und die Geschichte sind wunderbar aufeinander abgestimmt und werden tiefgehend genug behandelt, aber nicht so, dass es zu schwermütig wirkt. Das Ende kam mir jedoch etwas zu vollgepackt vor, das hätte man eventuell etwas besser lösen können in dem man es etwas verteilt.

Fazit:

Gelegentlich braucht es jemanden, der einen aus seiner Komfortzone herauslockt, damit man mehr Vertrauen in sich selbst gewinnt.

Das Buch war einfach perfekt durchdacht und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Denn die Art wie hier mit den verschiedenen Themen etc. umgegangen wird, die Charaktere und das Setting, machen dieses Buch einfach zu einem perfekten Ganzen.

Danke an LÜBBE und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Captured by your heart von Sabrina Bennett

Titel: Captured by your heart

Autorin: Sabrina Bennett
Seiten: 249
Genre: New Adult, Liebesroman
Verlag: beHeartbeat
Format: eBook
Preis: 6,99€

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Lektüre für zwischendurch

Dawn ist eher introvertiert und kann nicht so gut auf neue Menschen zugehen. Sie ist sich noch nicht so sicher, was sie nach ihrem Studium gerne machen möchte. Nur eines weiß sie, sie möchte nicht im Unternehmen ihrer Eltern anfangen. Als sie in dem neuen Kurs über Fotografie anfängt, hätte sie mit vielem gerechnet, aber nicht damit Blake zu begegnen. Blake, der von Tag eins an eine bestimmte Anziehung auf sie hat, bei dem sie aber definitiv Vorsicht walten lassen sollte. Als sie plötzlich mit ihm an einem Projekt arbeiten soll, lässt sie sich auf einen gefährlichen Deal ein, der sie ihr Herz und das letzte Vertrauen in sich selbst und Beziehungen kosten könnte.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und zieht einen direkt in die Geschichte hinein. Die Geschichte aus der Sicht von Dawn erzählt. Es ist der zweite Teil der Reihe und dieses Mal zieht er uns in eine etwas andere Art von Geschichte.

Dawn ist die beste Freundin von Baileys, deren Geschichte wir im ersten Teil erfahren haben. Im ersten Teil ist mir Dawn jedoch nicht als so schüchtern in Erscheinung getreten. Sie hat einige Probleme mit ihrem Körper, was nicht zuletzt an der toxischen Beziehung liegt, die sie mit ihrem Ex geführt hat. Als sie Blake kennenlernt und dieser Vorschläge, für deren Projekt unterbreitet, lässt sie sich auf etwas ein, was für sie völlig untypisch ist. Dadurch wird es für sie nicht gerade einfacher, da sie sich mit Bailey viel streitet und ihr Herz und ihre Prinzipien aufs Spiel setzt. Ich mochte sie auf Anhieb sehr und konnte viele ihrer Gedankengänge nur zu gut nachvollziehen.  

Blake ist ein Charakter, den man zuerst einmal unterschätzt und in die völlig falsche Schublade steckt. Erst nach und nach wird einem bewusst, dass er so ganz anders ist und mehr unter der Oberfläche schlummert, als man auf den ersten Blick vermuten möchte. Rein vom äußeren her dürfte er fast auf jede Frau eine faszinierende Anziehung ausüben auch, wenn er voll Tätowiert wie er ist, auch schnell abschreckend wirken kann.

Die anderen Charaktere sind passend zum Buch gut ausgearbeitet. Diese konnte man ebenfalls einfach nur mögen.

Wurden im ersten Teil noch massenhaft Klischees abgearbeitet und bedient, so sieht es hier ganz anders aus. Die Charaktere sind zum Teil ganz anders gestrickt, als man zu Beginn vermuten mag. Auf das, was Dawn sich einlässt, ist für manche vielleicht das normalste von Welt für andere aber ein Spiel mit dem Herz und Gefühlen. Man bekommt zeitweise etwas das Gefühl, dass sie es nur macht um sich besser und gewollt, oder geliebt zu fühlen. Leider konnte mich der Teil dieses Mal nicht so überzeugen. Die wichtige Thematik mit ihren Problemen mit sich selbst und wo diese herrühren, nämlich aus ihrer toxischen Beziehung und das Verhalten ihres Ex, waren mir zu oberflächlich und schnell abgehandelt. Es geht hauptsächlich um den Sex, zwischen den beiden aber nicht um das, was beiden widerfahren ist. Klar ist dies irgendwie der Sinn einer Affäre, aber wie das Ganze zum Ende aufgelöst wird, war mir persönlich zu wenig und ging zu schnell.

Fazit:

Manchmal muss man sich auf etwas Neues einlassen, um wieder zu sich und zu dem zu finden, was man eigentlich will.

Es war eine nette New-Adult Romance, die mich dieses Mal nicht so packen konnte. Es war aber ein netter read für zwischendurch. Vielleicht packt mich Teil drei wieder mehr.

Danke an beHEARTBEAT und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars (als eBook, das Buch habe ich selbst gekauft). Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Sterbende Seelen von Leo Born

Titel: Sterbende Seelen

Autorin: Leo Born
Seiten: 464
Genre: Thriller
Verlag: LÜBBE
Format: Taschenbuch
Preis: 11,00€

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Highlight

Wieder einmal erschüttert eine Mordserie Frankfurt und Mara Billinsky und Ihr Kollege Jan Rosen ermitteln. Sie wissen nicht, wo sie ansetzen sollen, als der Fall Mara nach Sizilien führt. Dort gerät sie an einen Ermittler der zu allem bereit ist und findet ein Netzwerk, welches grausamer nicht sein könnte. Doch wie kann sie an die Männer gelangen, die hinter all dem stecken? Ihre einzige Zeugin flieht, flieht, weil sie zur Zielscheibe wird.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, spannend, fesselnd und sehr detailliert. Das Buch ist wieder in vier Teile und mehrere Kapitel unterteilt. Die Kapitel sind teilweise sehr kurz und springen zwischen Handlungsorten und Personen hin und her. Wie auch schon im vorherigen Teil ist dies aber genau da, was einen direkt mitten in den Fall hineinzieht. Es ist der sechste Teil der Reihe ‚Ein Fall für Mara Billinsky‘ er lässt sich aber auch wunderbar unabhängig von den anderen Teilen lesen.

Mara Billinsky und Ihr Kollege Jan Rosen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Daran hat sich nichts geändert. Mara wirkt in diesem Teil noch ein wenig sturer und unkonventioneller, als schon im letzten Teil. Jan Rosen dafür noch ein wenig verschlossener und überlegter. Mit Ihren schwarzen Klamotten langen schwarzen Haaren, den Piercings, Ihren Doc Martens und der abgetragenen Biker Jacke gleicht sie nicht dem typischen Bild einer Vorgesetzten, doch genau das ist Mara in diesem Teil. Sie leitet vertretungsweise die Abteilung, was bei den Kollegen nicht gerade auf Freude stößt. Ich bin mit beiden Charakteren von Beginn an wieder hervorragend klargekommen. Dieses Mal ist Jan Rosen nicht so obsessiv in Bezug auf eine Sache, kämpft dafür aber nachvollziehbar mit einigen Zweifeln. Zeitweise sind seine Gedanken dadurch sehr düster.   

Es gibt in diesem Buch viele Charaktere, die zum einen gleich und doch auch völlig unterschiedlich sind. Sie sind alle gut ausgearbeitet und perfekt aufeinander abgestimmt, sodass die Story von den Charakteren und deren Handlungen gut getragen wird.

Das Buch hat mich von Seite eins an sehr gefesselt. Der Autor verarbeitet in diesem Buch ein essenzielles Thema, welches auch mit der im Klappentext erwähnten Zwangsprostitution und dem Drogenhandel zu tun hat. Ich habe die gesamte Zeit über mit gerätselt und bin nie so wirklich auf einen grünen Zweig gekommen. Erst im dritten Drittel des Buches hat sich der Nebel so langsam gelichtet und ich konnte ein wenig klarer sehen. Aufgrund der Thematik und der Schwere des Themas sollte man schon einiges abkönnen. Allerdings gibt es auch hier wie schon im letzten Teil keine übermäßig detailliert beschriebenen Morde. Dafür gibt es umso mehr Verstrickungen und Wendungen, mit denen ich zumindest nicht gerechnet habe. Wie das ganze aber mit Staatsanwalt Linnert und Maras Vater zusammenhängt, das verrate ich nicht, denn sonst würde ich spoilern. Wie Mara sich am Ende als Führungskraft schlägt, wie Rosen mit allem klarkommt und wie der Fall aufgelöst wird, dass müsst ihr jetzt aber selbst herausfinden.

Fazit: Manche Menschen haben falsche Absichten, die sie als die richtigen zu tarnen versuchen. Sei auf der Hut.

Dieser Thriller bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Ich hatte wieder wahnsinnig spannende Lesestunden und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. 

Vielen Dank an den erlag LÜBBE und die bloggerjury, für das zur Verfügungstellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Der Zorn des Oktopus von Dirk Rossmann und Ralf Hoppe

Titel: Der Zorn des Oktopus

Autor: Dirk Rossmann und Ralf Hoppe
Seiten: 608
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe
Format: gebundenes Buch
Preis: 20,00€

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Highlight

„Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war gestern. Die zweitbeste Zeit ist heute.“

Im Jahr 2029 versucht die Klimaallianz immer noch die Welt zu retten. Neue Technologien versprechen viel. Doch wie so oft spielen Rache, Geld und Macht eine große Rolle und nicht allen schmeckt das, was die Klimaallianz versucht durchzusetzen. Thomas Pierpaoli ein Beamter aus Kapstadt und Ariadna eine Sängerin aus Bogota werden in die Machenschaften eines genialen aber besessenen Verbrechers verstrickt, der versucht, die Technik zu seinem Vorteil zu nutzen. Auf einmal geht es nicht mehr nur darum seinen Job zu machen, sondern darum, sein eigenes Leben zu retten und natürlich die Welt. 

Der Schreibstil der beiden Autoren ist spannend, fesselnd und flüssig. Das Buch ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben, was bei den vielen verschiedenen Handlungssträngen und Personen, die an dieser Geschichte beteiligt sind sinnvoll ist. Ab und an gibt es kurz hintereinander immer wieder Wiederholungen, z.B. zum Beamtenstatus von Pierpaoli oder auch anderen Dingen. Das war etwas, was mich ab und an gestört hat und mir nicht so gut gefallen hat, weil es nicht nötig gewesen wäre.

Die beiden Hauptcharaktere sind zwar Thomas Pierpaoli und Ariadna, da sich die Geschichte um die beiden dreht, aber es kommen noch sehr viel mehr Charaktere vor, die zum Teil einen großen Anteil an der Geschichte haben und wichtig für die Handlung sind. Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und perfekt aufeinander abgestimmt. Sie sind vielschichtig und facettenreich, was jede Person an sich, egal ob gut oder böse interessant macht.

Wenn man das Buch „Der neunte Arm des Oktopus“ nicht gelesen hat, dann kann es sein, dass man etwas braucht, um wirklich in die Geschichte reinzukommen. Denn die verschiedenen Orte und gleichzeitig laufenden Handlungsstränge können zu Beginn etwas irritierend sein. Auch, dass aktuelle Politiker die Hauptrolle spielen, wirkt für den ein oder anderen vielleicht zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zumal man ein anderes Handeln oder politisches Weltgeschehen gewohnt ist. Sobald man sich aber einmal zurechtgefunden hat, ist man zügig in der Geschichte und wird von der rasanten Reise mitgerissen. Es ist nicht nur ein Thriller, sondern auch ein wenig Dystopie, Sci-Fi und Polit-Roman. Die Welt, die hier gezeichnet wird, ist ebenso erschreckend wie realitätsnah. Da dieses Buch nicht in ferner Zukunft spielt, sondern lediglich im Jahr 2029 kann es schon mal beängstigend wirken. Aufgrund der Aktualität der Themen, die uns immer wieder auch heute schon begleiten, ist diese Zukunft und auch der Inhalt des Buches nichts Unwahrscheinliches, sondern etwas, was tatsächlich so passieren könnte. Das heißt, das Buch ist trotz der Fiktion sehr nah an der Realität, was einen das Ganze noch einmal ganz anders mit verfolgen lässt. Die Handlungen in den einzelnen Strängen sind so aufeinander abgestimmt, dass man zu Beginn nicht genau merkt, wie das alles zusammenhängt. Erst nach und nach ergibt alles ein Gesamtbild und man kommt darauf wer hinter all dem steckt und wer mit wem zusammenarbeitet.

Fazit:

Wenn man die Welt und das Klima retten will, muss man auch mal unkonventionelle Wege gehen. Und manchmal kann es von Vorteil sein zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Auch wenn er stellenweise ein wenig langatmig war, war es ein ausgezeichneter Thriller. Der mich von Seite eins an abgeholt hat und einwandfrei an Teil eins angeknüpft hat.

Danke an Lübbe und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Demonic Kiss – Gefangen im Schatten der Erinnerung von Annie Waye

Titel: Demonic Kiss – Gefangen im Schatten der Erinnerung

Autorin: Annie Waye
Seiten: 397
Genre: dystopische Romantasy
Verlag: Impress
Format: eBook
Preis: 3,99€

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Mochte ich sehr

Nach ihrem Kampf gegen die Dämonen in Los Angeles, wacht Angel an einem ihr erst einmal unbekannten Ort auf. Sie befindet sich in einem kleinen Zimmer und anstelle von Creed, sind zwei ihr fremde Personen mit im Raum. Mary und Tucker, ebenfalls abtrünnige Dämonen, die sich um Angel gekümmert und ihr wieder zu Kräften verholfen haben. Doch Creed ist verschwunden. Angel spürt eine innere Zerrissenheit zwischen Angel und Ifera. Um dieser Herr zu werden, macht sie sich zuallererst auf die Suche nach Creed. Nachdem sie ihn aufgespürt hat, versuchen die beiden sich in ihrem neuen Leben bei Tucker und Mary einzurichten. Das will den beiden jedoch nicht ganz gelingen, denn immer wieder taucht Angel in Erinnerungsfetzen und versucht diese zusammenzusetzen. Auch die Aktivitäten der Dämonen neben wieder zu und ein ruhiges Leben scheint den beiden nicht vergönnt, zu sein.

Was habe ich Band zwei entgegengefiebert, nach dem Cliffhanger in Teil eins hätte ich am liebsten sofort weitergelesen. Wie schon aus den vorangegangenen Büchern gewohnt, ist der Schreibstil von Annie bildlich, flüssig, angenehm und fesselnd. Er lässt mich einfach jedes Mal aufs Neue in eine andere Welt abtauchen und die Zeit und den Alltag vergessen.  Auch Band zwei wird wieder ausschließlich aus Angels Sicht erzählt. Das lässt einen geradezu ihre Zerrissenheit fühlen.    

Nachdem Angel nach dem Kampf erwacht, wird sie zuerst von einer Flut an Erinnerungen überschwemmt. Als ihr so richtig bewusst wird, wer sie ist oder sein soll, beginnt für sie ein innerer Kampf. Der Kampf zwischen der Person, die sie fast 20 Jahre lang war und der Dämonin die sie schon eine ganze Zeit länger ist. Die Unsicherheit aus Teil eins hat sich sehr gelegt und tritt nur noch in den Momenten auf, in denen sie ihre dämonischen Kräfte nutzen soll.

Creed ist gewohnt selbstsicher und immer noch etwas überbehütend Angel gegenüber. Aber er versucht sie zu unterstützen, wo er nur kann und ihr zu helfen.  

Auch Henry ist wieder mit von der Partie. Er macht den beiden das Leben nicht leicht, denn eigentlich will er sie töten.

Dann gibt es da noch Tucker und Mary. Die beiden sind Geschwister und so wie Creed auch abtrünnige. Die beiden möchten ein unabhängiges und ruhiges Leben führen. Mary wünscht sich nichts sehnlicher als wieder ein frommes Leben wie vor ihrem Tod zu führen.

Auch die weiteren Charaktere waren ihrem Anteil nach entsprechend gut ausgearbeitet.

Der zweite Teil hat mich sofort wieder in seinen Bann gezogen. Ich konnte die Zerrissenheit, die Angel begleitet hat geradezu spüren. Auch die Liebe zwischen Creed und Angel war geradezu spürbar. Vor allem aber die tiefe Verbundenheit, die, die beiden miteinander teilen. Die Sprünge zwischen den Erinnerungen und der Realität waren hier öfter als in Band eins, was aber wichtig und richtig ist, um Angels inneren Kampf nachzuvollziehen und auch um das ein oder andere zu verstehen. Leider habe ich dieses Mal stellenweise etwas gebraucht, um den Wechsel zu verstehen und war zwischenzeitlich etwas irritiert. Das kann aber auch daran liegen, dass die Schriftveränderung im E-Book nicht so gut rüberkam. Zudem haben diese Sprünge gerade zu Beginn dazu geführt, dass die Handlung etwas dahinplätscherte. Dafür kam dann nach knapp der Hälfte alles auf einmal und die Ereignisse überschlugen sich. Auch hier waren viele Wendungen enthalten, die ich so nicht habe kommen sehen und das Buch steuerte auf ein fulminantes Ende zu. Das Ende war gut umgesetzt, aber es gab so die ein oder andere Situation, da waren mir die Hintergründe und Informationen teilweise zu wenig und ich hätte mir mehr gewünscht.  

Fazit:

Manchmal befindet sich nicht nur die Dunkelheit in deinem Inneren, sondern auch ein Licht, welches zum Strahlen gebracht werden muss.

Auch Teil zwei bekommt eine klare Leseempfehlung von mir. Es war ein toller Abschluss der Reihe, auch wenn der Teil allgemein meiner Meinung nach etwas schwächer als Band eins war.

Vielen Dank an die Autorin und Impress für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.