Zwischen uns nur ein Wort von Renée Carlino

Titel: Zwischen uns nur ein Wort

Autorin: Renée Carlino
Seiten: 293
Genre: Liebesroman
Verlag: Lübbe
Format: Taschenbuch
Preis: 12,90€

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Mochte ich sehr

Als Mia nach New York fliegt, um ihren Vater zu beerdigen und sein Café zu übernehmen, ahnt sie noch nicht, was wirklich alles auf sie zukommt. Schon im Flieger begegnet sie Will und auf Anhieb verstehen sich die beiden. Mehr als Freundschaft ist für sie jedoch nicht drin. Denn sie hat gerade viel zu viel um die Ohren und möchte sich da nicht noch auf einen Mann einlassen. Als Will ein Zimmer braucht, bietet Sie ihm eins in Ihrer Wohnung zur Untermiete an. Schnell wird klar, dass Mia Will mehr unter die Haut geht, als erwartet. Auch Mia ist gegen die Flirterei von Will nicht immun.  

Ich musste mich an den Schreibstil der Autorin zuerst gewöhnen. Auch irritierte mich zu Beginn, dass aus Sicht einer Lauren erzählt wurde. Der Schreibstil ist sehr Bildhaft und wenn man sich daran gewöhnt hat auch angenehm. Die Emotionen der beiden Protagonisten hat er mir zwar nahegebracht, mich jedoch nicht so ganz mitgerissen. Das Buch wird ausschließlich bis auf Prolog und Epilog, die aus Laurens Sicht (einer fremden Frau) heraus erzählt werden, aus Mias Sicht erzählt. Es gibt am Ende zwei Zusatzkapitel, in denen zwei entscheidende Szenen auch aus Wills Sicht erzählt werden.

Mia hat es mir gerade zu Beginn nicht wirklich leicht gemacht sie zu mögen. Mit ihrem strikten Plan vom Leben bei dem es nichts links und nichts rechts gibt und ihrer zum Teil etwas komischen Arte gerade Will vor den Kopf zu stoßen war es nicht immer ganz einfach ihre Handlungen nachzuvollziehen. Jedoch bin ich im Laufe des Buches, immer mehr mit ihr warm geworden, obwohl ich sie trotzdem gerne oftmals schütteln wollte.

Will ist das typische Bild eines Musikers, der nicht viel hat, nicht viel braucht und einfach nur lebt, um Musik zu machen. Als er die Möglichkeit hat groß herauszukommen, will er diese zuerst ergreifen und geht seinen Weg in diese Richtung, doch er merkt schnell, dass es nicht das Wahre für ihn ist. Auch wenn ich mit ihm von Beginn an etwas besser zurechtkam, als mit Mia, fand ich manche Entscheidungen gerade zum Ende hin doch auch ein wenig fraglich.

Die anderen Charaktere, die im Buch auftauchen, sind ihrem Anteil nach gut ausgearbeitet. Sie sind zum Teil sehr bunt und facettenreich, bei Sheila und Martha, hätte ich mir jedoch ein wenig mehr gewünscht, da sie nicht nur für Mias Vater, sondern auch für sie eine wichtige Rolle spielen. 

Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, war ich ziemlich schnell in der Geschichte gefangen und wollte wissen wie es weitergeht. Zum Teil fand ich die Interaktion, die, die Autorin zwischen den Charakteren stattfinden lässt, perfekt harmonisch und ausgeglichen und im nächsten Moment wieder etwas überzogen und nennen wir es mal, nicht ganz so authentisch. Mia, die viel zu verarbeiten hat und ihren Weg erst finden muss, wird stellenweise etwas steif und auch ein wenig überheblich dargestellt. Auch, wenn ihr Verhalten wahrscheinlich eher der Situation und ihren Erfahrungen geschuldet sein soll. Es werden viele Themen angerissen, die wichtig sind, aber nicht ausreichend oder auf einem falschen Weg behandelt werden. Es ist alles in allem eine tolle Geschichte, die leider einiges an Potenzial verschenkt hat. Trotz der Kritikpunkte war es ein Buch, welches ich mochte. Denn ich habe trotzdem mit Mia und Will mitgefiebert und wollte deren Entwicklung, die in diesem Buch enorm ist, miterleben. Zudem hat da Setting in New York einfach nur perfekt gepasst. Das Ende war wiederum etwas übereilt und auch ein wenig unrealistisch.

Fazit:

Wenn du eine Leidenschaft hast, dann kämpfe dafür und im Endeffekt ist es egal, wie viel Erfolg du damit hast, solange du damit glücklich bist.

Es ist ein Roman mit Ecken und Kanten, der mich leider nicht so mitreißen konnte, wie erwartet und der einiges an Potenzial vergibt. Trotzdem mochte ich das Buch sehr und es hat mich ausgezeichnet unterhalten. 

Danke an Bastei Lübbe und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadruch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Lucy und das Wesen der Dinge von Anya Kaldek

Titel: Lucy und das Wesen der Dinge

Autorin: Anya Kaldek
Seiten: 216
Genre: Spiritualität
Verlag: Nova MD
Format: Hardcover
Preis: 19,99€

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Mochte ich sehr

Du bist, was du denkst, was du denkst, strahlst du aus, was du ausstrahlst, ziehst du an und was du anziehst, formt dein Leben.

Mit diesem Lieblingssatz aus dem Buch leite ich nun meine Rezension ein.

Lucy, die eigentlich vor dem Scherbenhaufen Ihres Lebens steht, reist nach Spanien, um Ihren Vater zu verabschieden. Mit dem, was Sie in dem kleinen spanischen Küstenort erwartet, hat Sie nicht gerechnet. Hier findet Sie zu sich selbst und lernt einen alten Meister kennen, der Ihr beibringt, die richtigen Fragen zu stellen. Sie trifft Ihren Seelenverwandten, findet einen Kraftort, der magisch auf Sie wirkt und ein Rätsel, dass es zu lösen gilt.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, durchdacht und tiefgründig. Die Charaktere Lucy, Eloy und Aramis sind sehr gut ausgearbeitet und in sich stimmig. Die Geschichte wird aus Lucys Sicht erzählt, was im Hinblick auf die Storyline und den schrittweisen Aufbau der Thematiken perfekt passt.

Die Autorin schafft es hier genau die Waage zwischen tiefgründigen Gedanken und eine gewissen Lockerheit zu halten. Das heißt, man hat ein oder auch zwei Kapitel am Stück, in dem es um tiefsinnige Gespräche geht, die zum Nachdenken anregen und bei denen man gedanklich komplett im Hier und Jetzt sein muss. Danach kommen wieder entsprechend ein oder auch mehrere Kapitel, die die Geschichte voranbringen und in denen man die Thesen sacken lassen kann. Vor allen Dingen finde ich gut, dass die Kapitel sehr kurzgehalten sind. Man muss sich auf dieses Buch einlassen können. Das heißt jeder, der eine klare Weltsicht hat und dieser nur stur geradeaus folgt, der wird dieses Buch nicht gut finden. Man muss dazu bereit sein, neue Theorien anzunehmen, über den Tellerrand hinaus zu blicken und offen für Neues zu sein. Es hilft auch ein wenig, wenn man keine Probleme mit Spiritualität hat. Für mich war es ein sehr gutes Buch, welches mich auf viele neue Wege des Denkens geführt hat und mich gelehrt hat, auch Dinge noch einmal anders zu hinterfragen. Allerdings hatte auch ich zum Ende des Buches ein paar Probleme mit bestimmten Ansätzen, weil mir diese zu abgehoben waren. Weiter ist die Gestaltung des Buches vom Cover bis hin zu Zeichnungen zwischen den einzelnen Kapiteln sehr gut gelungen.

Wenn man diese Richtung bei Büchern mag oder sich auf etwas Neues einlassen kann und möchte, dann ist dies ein perfektes Buch für angenehme Lesestunden.

Vielen Dank an Nova MD für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Power Hour: Wenig ändern, alles erreichen von Adrienne Herbert

Titel: Power Hour – Wenig ändern, alles erreichen

Autorin: Adrienne Herbert
Seiten: 240
Genre: Sachbuch, Lebenshilfe, Psychologie
Verlag: Lübbe life
Format: Taschenbuch
Preis: 16,00€

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Highlight

Was wir uns selbst sagen, ist wichtig; was wir über uns sagen, noch viel wichtiger.

Das Buch Power Hour hat mich von Seite eins an eingenommen und überrascht. Sind die Inhalte doch eigentlich die gleichen, die wir wissen, dass wir sie uns zu Nutze machen können.

Adrienne hat es jedoch geschafft mich mit ihrer Art, ihrem Schreibstil, ihrer Motivation und ihren Beispielen und Anekdoten mitzureißen und viele Dinge noch einmal neu zu beleuchten.

Ich habe angefangen meine Tagesabläufe zu hinterfragen, ich habe zum Teil meine Ziele reflektiert und ich habe meinen Schlafrhythmus hinterfragt. Sie hat bei vielen Dingen wirklich recht, denn wenn ich mir fest vornehme, abends noch etwas zu erledigen und sei es der Sport, so wird dies oft wirklich schwierig, da ich ausgelaugt und ausgepowert nach Hause komme. Lege ich diesen aber auf morgens vor der Arbeit, so starte ich viel fitter in den Tag und habe das Erste schon erledigt. Der Denkansatz morgens eine Stunde früher aufzustehen, ist nicht verkehrt, denn man startet motivierter und wacher, wenn man schon etwas erledigt hat. In meinem Fall wäre es, nicht so zu trödeln und den Wecker nicht fünfmal weiterzustellen, denn eigentlich stehe ich früh genug auf. Sie bringt viele Beispiele, verweist auf weitere interessante Literatur und schlägt dir alles mit einem „alles kann, nichts muss, aber denk mal drüber nach“ vor. Was an dem Buch wirklich perfekt ist, ist, dass man damit wunderbar arbeiten kann und es einem zum Nachdenken anregt. Man reflektiert, arbeitet mit dem Buch und seinen eigenen Routinen und entwickelt sich alleine dadurch schon weiter. Ich werde vielleicht nicht meine gesamte Morgenroutine umstellen, aber einen Teil davon und ich werde definitiv daran arbeiten nicht immer die fehlende Zeit am Tag bei meinem Schlaf zu klauen. Der Satz, mit dem ich meine Rezension eingeleitet habe, hat mich zutiefst beeindruckt und er ist direkt als Karte in meinem Portemonnaie gelandet. Denn dieser Satz sagt so viel über uns und auch über dieses Buch aus, das man ihn fast als Leitsatz nehmen könnte.

Wenn Ihr Euch also gerne mal aus eurer Komfortzone herausbewegt und gerne an euch arbeitet, dann kann ich euch dieses Buch sehr ans Herz legen. Für jeden, der gerne mal ein Sachbuch in diesem Bereich liest, der sollte es sich definitiv auf seine Liste setzen und ausreichend Zeit mitnehmen, um es durchzuarbeiten. Denn das ist es, was man macht. Man liest dieses Buch nicht einfach, man arbeitet damit.

Vielen Dank an Lübbe Life und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Die letzte Wahl von Eric Sander

Titel: Die letzte Wahl

Autor: Eric Sander
Seiten: 369
Genre: Thriller, Politthriller
Verlag: Lübbe
Format: Taschenbuch
Preis: 15,90€

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Highlight

Sein Leben gleicht einem Chaos. Ständig streitet er sich mit seiner Ex-Frau und kämpft darum seine Tochter regelmäßig zu sehen. Die Wahlen stehen kurz bevor und Nichlas Moor könnte sich besseres vorstellen, als lediglich für den Lokalteil seiner Zeitung zu schreiben. Doch nach einem Vorfall vor einiger Zeit traut ihm keiner mehr, mehr zu. In seinem Kurzurlaub beobachtet er über eine Drohne ein geheimes Treffen der Volkspartei und stößt auf Informationen, die ihn und seine Tochter das Leben kosten können. Kann er die Pläne, die eine düstere Zukunft vorhersagen noch verhindern?

Für mich war es zumindest bewusst der erste Politthriller, den ich gelesen habe. Aufgrund der gegebenen Aktualität hatte mich das Buch noch mehr in seinen Bann gezogen als ohnehin schon. Der Schreibstil des Autors ist fesselnd, spannend und aufreibend. Ich habe mich selbst ein ums andere Mal so gefühlt, als, wenn sich gleich um die Ecke jemand verbirgt, der mich beobachtet. Leider gab es doch den ein oder anderen Rechtschreibfehler, der mir aufgefallen ist. Ob es gedoppelte Worte waren oder zum Teil auch mal ein fehlender Buchstabe im Namen. An den Stellen, wo es mir aufgefallen ist, war es jedoch nicht sonderlich störend. Aufgrund dessen, dass es jedoch nicht allzu wenige waren, möchte ich es kurz erwähnen.

Die Protagonisten Nicholas Moor und auch der Kanzlerkandidat Hartwig, sind ebenso charismatisch, gut ausgearbeitet und stark. Lukas, der Kollege von Nicholas, lockert die Szenen, in denen er vorkommt, immer wieder, durch seine Teddyhafte und tollpatschige Art auf. Was dem Buch immer wieder ein wenig Leichtigkeit bei dem ernsten Thema gibt.

Dieses Buch beinhaltet nicht nur wegen seiner Aktualität viel Wahrheit und gerade der Rechtspopulismus, der hier beschrieben wird, bereitet einem in den letzten Jahren schon so häufig Bauchschmerzen. Dieses Buch beschreibt eindrucksvoll und rasant wie schnell ein starker Redner und eine Partei, mit den richtigen Mitteln eine breite Masse dazu bringen kann, Dinge zu tun und zu glauben, die völlig daneben oder an der Realität vorbei sind. Auch hält es einem wieder gekonnt vor Augen wie es geschichtlich schon einmal zu so einem Umschwung in der Gesellschaft kommen konnte. Ebenfalls, dass dies auch noch heute geht. Dieses Buch zeigt auf, was Macht, die richtigen Mittel und das Verdrehen von Tatsachen sich auswirken können. Wie gerade diese Mittel vorwiegend in den sozialen Medien misstrauen, Missgunst und so vieles mehr streuen können und welche Auswirkungen das auf jeden einzelnen von uns haben kann, sogar auf den eigentlich so treuen Regeln und Prinzipienreiter.

Fazit:

Durch ein richtig gesätes Korn des Zweifels kann man eine ganze Masse dazu bringen einem zu vertrauen und versuchen einen Sturm auszulösen.

Dieses Buch bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Ich habe es nur so weggeatmet und eine neue Richtung im Bereich Thriller für mich gefunden, die ich bestimmt noch öfter lesen werde.

Vielen Dank an Bastei Lübbe und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Man of the Year – Scandal Love von Lauren Layne

Titel: Man oft he Year – Scandal Love

Autorin: Lauren Layne
Seiten: 229
Genre: Liebesroman
Verlag: LYX.digital
Format: eBook
Preis: 6,99€

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Mochte ich sehr

Er ist der jüngste Bürgermeister in der Geschichte von New York. Gerade wurde er vom Citizin Magazin zum Man of the Year gekürt. Er sei charmant, gut aussehend und Single?

Robert Davenport ist beliebt und steht mit Mitte 30 am Ende seiner zweiten Legislaturperiode als Bürgermeister. Sein nächstes Ziel ist der Gouverneursposten. Doch sein Konkurrent tritt schon zum dritten Mal an und ist trotz einiger Skandale sehr beliebt. Eine Möglichkeit seine Unantastbarkeit zu verletzen ist seine Tochter. Die nach über einem Jahr wieder aufgetaucht ist, jedoch nicht mehr durch Skandale von sich reden macht.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, sehr unaufgeregt und flüssig. Es wird abwechselnd aus Sicht von Robert und Adeline erzählt. Die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten sind bissig, witzig und interessant. Später geht es heiß her.

Robert Davenport ist gut aussehend, charmant und Single. Er lässt sich nicht auf irgendwelche Affären ein, um seiner Karriere nicht zu schaden. Er möchte als Politiker nicht herrschen, sondern seinen Bürgern dienen und sich um sie kümmern, wie er sagt. Adeline, ist die erste Frau, die ihn aus der Reserve lockt und ihn dazu bringt, sich wie ein 13-jähriger Schuljunge zu benehmen.

Adeline Blake oder auch früher als die Skandalumwitterte Addie, Tochter des Gouverneurs bekannt, hat sich ein neues Leben aufgebaut. Mit der Politik will sie nichts mehr zu tun haben. Als Robert sie jedoch als Eventplanerin engagiert, kommt sie leider nicht umhin. Sie versucht Addie ihr früheres Ich weiterhin in den Schranken zu halten, kann eine gewisse Neugier jedoch nicht verstecken.

Die Nebencharaktere Jane, Kenny und Rosalie, sind gut und zur Story passend ausgearbeitet. Beim Wahlkampfmanager Martin habe ich ein wenig mehr Tiefe vermisst.

Die Geschichte ist ziemlich unaufgeregt. Sie ist von Beginn an sehr vorhersehbar und man bekommt schon ein Gefühl dafür, dass sich irgendwann noch das typische Drama einstellt. Robert ist ein angenehmer und sehr liebevoller Charakter. Es ist mal etwas anderes im Vergleich, zu dem, was man sonst gerne in dem Genre hat. Jedoch fehlten mir trotzdem ein wenig die Ecken und Kannten bei ihm. Er war mir doch etwas zu glatt. Bei Adeline finde ich sehr angenehm und ich habe immer ein wenig darauf gewartet, dass sie mal wieder in alte Muster verfällt. Dies war jedoch zu keiner Zeit der Fall. Auch das Drama zum Ende des Buches wurde sehr kurzgehalten und der Fokus wurde ebenfalls nicht darauf gelenkt. Ich empfand das als sehr angenehm, denn so blieb der Fokus auf das Kennenlernen und der Geschichte der beiden. Mit den wie schon zu Beginn genannten Dialogen und der daraus entstehenden Beziehung ist diesmal eine angenehme Abwechslung. Die Geschichte wird zudem nicht künstlich in die Länge gezogen und ist mit gerade einmal 229 Seiten ein angenehmes aber kurzes Lesevergnügen.

Fazit:

Auch aus den größten Gegensätzen kann eine Liebe entstehen. Man sollte sich aber nie selbst vergessen.

Für mich war das Buch eine willkommene Abwechslung, weil es nicht die typische Art von Charakteren und den typischen Verlauf nimmt. Eine Leseempfehlung für angenehme Stunden zwischendurch.

Vielen Dank an LYX.digital und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

The Way to your Heart von Fabienne Herion

Titel: The way to your Heart

Autorin: Fabienne Herion
Seiten: 276
Genre: Liebesroman
Verlag: BeHeartbeat
Format: Taschenbuch
Preis: 11,00€

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Herzensbuch

Als Amber eines Morgens per Skype gekündigt wird, verlässt sie das Unternehmen und weiß nicht, dass sie schon die nächste Katastrophe erwartet. Als Sie nach Hause kommt, steht sie vor verschlossener und versiegelter Tür. Der Vermieter hat sie ausgesperrt. Wo soll sie nur hin? Zu ihrer Schwester zurück nach Chicago möchte sie nicht. Aber unter der Brücke schlafen. Mit den Klamotten, die Sie anhat und dem Karton voller Sachen macht Sie sich auf die Suche nach einem Unterschlupf für die Nacht. Als sie einen scheinbar verlassenen Mini-Bus findet, trifft sie auf den eigenbrötlerischen Besitzer Deacon. Er ist wenig begeistert, nimmt Amber jedoch auf seinem Roadtrip quer durch die USA mit. Die beiden kommen sich schnell näher und werden mindestens genauso schnell von ihrer Vergangenheit eingeholt. Können ihre Gefühle füreinander trotzdem bestehen?

Der Schreibstil der Autorin ist emotional, flüssig und angenehm. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Amber, jedoch so, dass man die Gefühle von beiden Protagonisten sehr gut nachvollziehen kann.  

Amber, ist sehr unsicher, was ihre Zukunft anbelangt, ein schlimmes Ereignis mit Ihrer Schwester hat sie dazu veranlasst den Kontakt komplett abzubrechen. Bis auf ihren Job und ihre Wohnung hat sie also eigentlich nichts mehr, was ihr bleibt. Trotzdem ist sie eine starke Frau mit Prinzipien und einem Traum, bei dem sie sich lediglich noch nicht sicher ist, wie sie ihn verwirklichen soll. Ich mochte sie von Beginn an sehr und habe mit ihr gelitten

Deacon, der eigenbrötlerische Mini-Bus Besitzer kommt einem zu Beginn etwas zurückgezogen und verwahrlost vor. Doch er hat ein gutes Herz und nach und nach taut er immer mehr auf. Er vertraut sich Amber an und reflektiert sein Leben immer mehr. Amber gibt ihm neuen Mut alte Dinge, die er erlebt und die ihn gezeichnet haben neu anzupacken und sein Leben wieder in geregelte Bahnen zu bringen. Auch wenn er kein einfacher Charakter ist, so mochte ich auch ihn von Beginn an sehr.

Die Charaktere, die zwischendurch im Buch auftauchen, sind gut ausgearbeitet, auch wenn deren Anteil nicht groß ist, da es hauptsächlich um Amber und Deacon geht.

Das Buch beschreibt den Weg der beiden auf ihrem Roadtrip durch die USA. Sie helfen sich gegenseitig erlebtes auf- und verarbeiten. Die Interaktion, die zu Beginn noch sehr stockend zwischen den beiden stattfindet, wird immer intensiver und auch enger. Sie ergänzen und geben sich den benötigten Halt. Man kann das Gefühlschaos welches Amber und auch stellenweise Deacon mitmachen mitfühlen und auch nachvollziehen. Der Schreibstil ist so bildhaft, dass man das Gefühl hat mit den beiden zusammen in dem Mini-Bus durch die Landschaft der USA zu fahren und sich all die wundervollen Orte anzusehen. Die Reise ist geprägt von Selbstfindung, tollen Erlebnissen und einer Freundschaft, die zu mehr wird.

Fazit:

Kennst du deinen Weg, den du gehen willst in allen Belangen? Wenn nicht, dann fehlt dir vielleicht einfach nur die richtige Person zur richtigen Zeit, dir den notwendigen Schubs in die richtige Richtung gibt.

Für mich war es ein tolles Buch über Freundschaft, Liebe und die unergründlichen Wege, die man manchmal einschlagen muss, um sich selbst zu finden. Es bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Dabke an beheartbeat und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadruch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

On Stage in London von Mina Mart

Titel: On Stage in London

Autorin: Mina Mart
Seiten: 576
Genre: Liebesroman, New-Adult-Literatur, Zeitgenössische Romantik
Verlag: Mira Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Preis: 12,99€

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Highlight

Für sie ist es eine Flucht, eine Flucht, die sie vor ihm und vor ihren Gefühlen retten soll. Ein Neuanfang ist alles, was Eliza will. Sie entschließt sich ihr Studium in London fortzusetzen. Denn Finn weiterhin über den Weg zu laufen ist keine Option. Nach der verheerenden letzten Nacht auf dem Maskenball. Will sie einfach nur vergessen und nicht wieder zurück. In London angekommen glaubt sie, dass ihre neuen Mitbewohner und die neue Uni ihr helfen. Doch dann, genau dann taucht Finn wieder auf und stellt alles infrage was bisher zwischen ihnen war.

Der Schreibstil der Autorin, ist angenehm, flüssig, emotional und mitreißend, wie auch schon in Teil eins. Die Autorin hat es wieder geschafft, mich von Seite eins an mitzureißen und in die tief dunkle Gedankenwelt von Finn zu entführen. Auch dieser Teil ist wieder abwechselnd aus Finns und Elizas Sicht geschrieben.

Nach den letzten paar Wochen mit Finn glaubt Eliza daran, dass sie gut getan hat, sich bisher nie auf eine Beziehung einzulassen. Allerdings muss sie auch weg. Sie kann Finn nicht weiter, um sich drumherum ertragen und versucht sich mit Ihrem Studium in London ein neues Leben aufzubauen. Sie versucht immer mehr gedanklich Abstand zu nehmen, schafft dies aber nur schwer.

Finn, wird sich immer mehr bewusst, dass er etwas ändern und an sich arbeiten muss. Er versucht an seiner Karriere und an seinen Kindheitstraumata zugleich zu arbeiten. Auch er versucht Eliza anfangs zu vergessen, schafft dies allerdings nicht und schmiedet dann Pläne sie vielleicht doch wieder zurückzugewinnen.

Auch alle weiteren Charaktere sind wieder sehr liebevoll ausgearbeitet und könnten stellenweise schon mit als Hauptcharaktere gezählt werden. Gerade Alison, die Eliza nach London begleitet habe ich unheimlich liebgewonnen.

Dieses Buch hat eine Triggerwarnung, die Ihr in jedem Fall ernst nehmen solltet. Denn gerade, wenn es um Finn geht, kann es schon einmal echt heftig werden. Denn was man hier alles über seine Vergangenheit erfährt, ist nicht ohne. Hilft aber in jedem Fall dabei den ohnehin nicht einfachen Charakter von Finn besser zu verstehen in diesem Buch hat man das Hin und Her der Gefühle der beiden nicht mehr. Dafür bekommt man mit wie abhängig beide doch voneinander sind und erst einmal jeder für sich wieder ihre leben auf die Reihe zu bekommen und etwas daraus zu machen. Man erfährt auch mehr über die beiden Charaktere und deren Beweggründe. Obwohl dies hier mehr auf Finn, als auf Eliza zutrifft. Habe ich bei Teil eins noch das Gefühl gehabt, dass man stellen hätte etwas kürzen können, so hätte dies hier in keinem Fall sein dürfen. Man lebt mit den beiden mit und braucht irgendwie jede einzelne Szene um zu verstehen, warum die beiden so handeln und warum die beiden so abhängig voneinander sind. Die Entwicklung der beiden im letzten Teil war schon enorm und macht hier noch einmal einen weiteren großen Schritt. Ich habe mich am Ende von Teil eins gefragt wie die Autorin, das wieder hinbekommen möchte. Aber sie hat das ganze einfach nur perfekt umgewandelt und vor allen Dingen so, dass man nicht das Gefühl hatte, dass es unglaubwürdig wird.

Fazit:

Man kann vor der Liebe nicht weglaufen, denn wahre Liebe geht so tief, dass sie uns auch weiterhin berührt, egal wie viele Meilen uns trennen.

Das Buch war wie auch schon Teil eins ein absolutes Highlight für mich. Es hat mir aber noch einen ticken besser gefallen. Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an mtb und das HarperCollins Bloggerportal für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadruch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Not yours to take von Annie Waye

Titel: Not yours to take

Autorin: Annie Waye
Seiten: 316
Genre: New-Adult, Office-Romance, Enemies to Lovers
Verlag: Impress
Format: eBook
Preis: 1,99€

Titel: Not yours to take

Autorin: Annie Waye
Seiten: 316
Genre: New-Adult, Office-Romance, Enemies to Lovers
Verlag: Impress
Format: eBook
Preis: 1,99€

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Highlight

Ava ist jung, sie ist zielstrebig, ehrgeizig und sie hat nur ein Ziel. Sie will es ihren ehemaligen Klassenkameraden zeigen. Sie will beweisen, dass sie erfolgreich ist und etwas aus sich gemacht hat. Sie strebt in ihrer Kariere bei der NASA immer weiter nach oben. Doch dann wird sie dorthin versetzt, wo sie nie hinwollte. Aber nicht nur dass, ihr neuer Boss ist Trey Ward, einer ihrer ehemaligen Klassenkameraden. Nachdem der erste Schock überwunden ist, beginnen die Reibereien aber auf einmal sind da auch Gefühle, mit denen Ava nicht gerechnet hat.

Annie hatte mich mit ihrem Buch wieder von Seite eins gefesselt. Der Schreibstil ist wie gewohnt, angenehm, flüssig, emotional und mitreißend. Hach ich liebe es einfach. Die Geschichte wird komplett aus Avas Sicht erzählt.

Ava ist sich ihrer Sache sicher und immer noch ein wenig die graue Maus. Sie hat ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und arbeitet dort, wo sie immer hinwollte. Man merkt ihr an, dass sie in vielerlei Hinsicht immer noch sehr unsicher ist und deshalb häufig sehr überzogen und bissig reagiert. Gerade, wenn es um Trey geht, weiß sie manchmal nicht so genau, wie sie reagieren soll. Am Anfang wollte ich sie öfters mal schütteln uns fragen ob es Ihr noch ganz gut geht. Ich brauchte ein wenig um mit ihr warm zu werden.

Trey ist selbstsicher, gut aussehend, gelassen und kommt oft wie ein arroganter Idiot rüber. Er ist aber auch sehr sympathisch und vor allen Dingen charismatisch. Auch ihn lässt es nicht kalt, als auf einmal Ava vor ihm steht und mit ihm zusammenarbeiten soll. Ich mochte ihn von Beginn an sehr, jedoch bekommt man im Verlauf des Buches auch schon mal ein Schleudertraume bei seinen Stimmungsumschwüngen.

Alle weiteren Charaktere sind ihrem Anteil nach gut ausgearbeitet und passen perfekt in die Geschichte.

Die Geschichte braucht ein wenig, bis sie so richtig Fahrt aufnimmt, aber dies gibt einem die Zeit im Buch anzukommen und sich mit allem zu arrangieren. Die Wortgefechte zwischen Ava und Trey sind witzig, spritzig aber vor allem bissig. Das schöne ist, dass dies die ganze Zeit im Buch bleibt ohne, dass es langweilig oder nervig wird. Zwischendurch wird es ein wenig technisch, dies ist aber so gut gelöst, dass man in jedem Fall versteht, worum es geht und es ist auch wichtig um Ava und ihren Job besser zu verstehen. Das, was mir an Avas Verhalten zu Beginn so auf die Nerven gefallen ist, hat sich schnell als Unsicherheit entpuppt. Im Nachgang muss ich sagen, dass ich mich glaube ich in diesem Alter, wo ich noch versucht habe mich selbst zu finden auch nicht immer anders verhalten habe. Dieses Buch zeigt wunderbar, was Hänseleien in der Schule aus einem machen können und wie sich die Rollenverteilung im Berufsleben ändern kann.

Fazit: Manchmal muss man einfach andere Wege beschreiten, um sich nicht selbst im Weg zu stehen und Kompromisse eingehen, um am Ende das zu bekommen, was man schon immer wollte.

Dieses Buch bekommt eine klare Leseempfehlung von mir. Wie jedes Buch von Annie. Ich habe die Lesestunden mit Ava und Trey sehr genossen. Gerade die, die Büroromanzen und Enemies to Lovers Geschichten lieben, sollten dieses Buch lesen.

Danke an Annie Waye und dern Impress Verlag für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Where is the love? von Lars Amend

Titel: Where is the love?

Autor: Lars Amend
Seiten: 352
Genre: Ratgeber, Psychologie
Verlag: Kailash
Format: Taschenbuch
Preis: 18,00€

Titel: Where is the love?

Autor: Lars Amend
Seiten: 352
Genre: Ratgeber, Psychologie
Verlag: Kailash
Format: Taschenbuch
Preis: 18,00€

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Herzensbuch

Perfekt ist langweilig. Es ist okay, anders zu sein.

Wer noch kein Buch von Lars Amend kennt, der sollte dies unbedingt nachholen. Nach ‚Why not?‘ war klar, dass irgendwann ein weiteres Buch von ihm bei mir einziehen muss. So war es nun ‚Where is the love?‘ und ‚It’s all good!‘ liegt hier auch schon in den Startlöchern.

Es sind Ratgeber, die eigentlich keine Ratgeber sind. Durch das Erzählen von Situationen aus seinem eigenen Leben und Zwiegesprächen mit sich selbst, bringt Lars Amend uns nahe, was wir nur gerne allzu oft aus den Augen verlieren. Dies macht er auf eine unglaublich inspirierende und angenehme, unaufdringliche Weise, die einem zum Nachdenken bringt. Die Gedanken kommen beim Lesen einfach so ins Rollen und ehe man sich versieht, hinterfragt man vielleicht auch Dinge, die einem bisher so normal vorgekommen sind, dass man sie nie infrage stellen würde. Ich war von Seite eins gefesselt und meine Gedanken bahnten sich wieder von allein ganz neue Wege.

In Where is the Love geht es darum, dass wir unsere Zeit nicht auf Dinge verschwenden sollen, die wir nicht lieben. Sondern uns einfach mal darauf konzentrieren, was uns wirklich wichtig ist und glücklich macht, denn was bleibt uns am Ende. Warum nicht mal ohne Bedingungen lieben. Love all in?! Egal, ob es sich hierbei um unsere Leidenschaft oder aber um die Liebe zu einer Person handelt. Wie oft streben wir nach Perfektion? Wie oft versuchen wir den Erwartungen anderer gerecht zu werden, weil uns einfach viel zu wichtig ist, was andere über uns denken. Was wäre, wenn wir das einfach mal alles vergessen und uns auf das besinnen, was uns wichtig ist und uns erfüllt. Anstatt in vierzig Jahren, wenn wir merken, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, um unsere Träume und Wünsche zu erfüllen, der Vergangenheit nachzutrauern. Vielleicht sollten wir einfach mal mehr machen als immer alles im Voraus zu überlegen. Einfach mehr Leben als zu denken.

Für mich war dieses Buch wieder eine absolute Bereicherung und ich werde es bestimmt nicht nur einmal in der Hand halten, sondern immer wieder. Es hat mir in den letzten Monaten in einer schwierigen Zeit wieder Licht ins Dunkel gebracht und jetzt gibt es da tatsächlich einen Plan, wenn man das so nennen kann. Nein, eigentlich ist es ein Plan für den Start, denn alles danach kann ich so oder so nicht beeinflussen. Aber ich weiß, dass ich egal welchen Ausgang es geben wird, damit leben kann und das wichtigste ist, ich fühle mich gut damit.

Fazit: Mehr machen, weniger denken. So lange wir unseren Weg Schritt für Schritt gehen, kann uns nichts aufhalten. Der beste Zeitpunkt zu beginnen ist jetzt! Also worauf warten wir.

Lars hat es geschafft sich mit diesem Buch wieder mit einem Knall in meinem Herzen und in meinen Gedanken festzusetzen. Lest dieses Buch unbedingt. Es wird dir guttun, dich inspirieren und vielleicht dazu bewegen aus alten Denkmustern auszubrechen. Also wenn du den Mut dazu hast, dann tu es. Lies es.  

Vielen Dank an das Bloggerportal und Kailash für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

Liebe braucht nur zwei Herzen von Judith Wilms

Titel: Liebe braucht nur zwei Herzen

Autorin: Judith Wilms
Seiten: 400
Genre: Liebesroman, Zeitgenössische Romantik
Verlag: Penguin Verlag
Format: Taschenbuch
Preis: 10,00€

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Herzensbuch

Liv hält ihr Leben so aufgeräumt wie nur irgendwie möglich. Ihr gesamtes Hab und Gut passt in einen Koffer und nirgendwo auf der Welt bleibt sie für lange. Immer wieder packt sie das Fernweh, sie sehnt sich nach neuen Herausforderungen. Als sie gezwungenermaßen nach Hause zu ihrem Vater kehrt und eine Zeit lang bei ihm wohnen muss, erkennt sie jedoch, dass loslassen und sich an nichts binden nicht immer die beste Variante ist. Sie lernt vieles zu vermissen. Als dann auch noch Flo, ihre Jugendliebe auf einmal wieder vor ihr steht und ihr Herz ganz plötzlich anfängt Purzelbäume zu schlagen, ist es um sie geschehen und sie weiß nicht mehr, was sie machen soll.

Zu Beginn hatte ich ein wenig Probleme mit dem Schreibstil der Autorin, denn irgendwie hörte es sich immer ein wenig an, als wenn die Geschichte in einer Vergangenheitsperspektive aus Sicht des Erzählers erzählt wird. Dabei erzählt eigentlich Liv uns ihre Geschichte. Der Schreibstil ist ansonsten leicht, unaufgeregt, angenehm und flüssig.

Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Liv, die man wirklich als absolute Minimalistin bezeichnen kann, kommt einem Stellenweise ein wenig verschroben und exzentrisch vor. Doch je mehr man über sie und ihre Familie erfährt, desto mehr versteht man, warum sie so handelt. Liv macht eine gewaltige Entwicklung im Buch durch, die mir hervorragend gefallen hat. Dadurch ist Liv mir noch ein wenig mehr ans Herz gewachsen.

Flo, der gerade versucht mit der Trennung von seiner Frau klarzukommen und versucht allem gerecht zu werden, ist das genaue Gegenteil von Liv. Wo sie eher fliegt oder flüchtet, da ist er bodenständig und setzt sich mit den Themen auseinander. Auch er war mir von Anfang an sympathisch.

Alle weiteren Charaktere, die man in dem Buch kennenlernt, sind wirklich nur Nebencharaktere, aber ihrem Anteil nach sehr liebevoll und gut ausgearbeitet.

Die Autorin hat eine Art, Themen in ihrem Buch zu verpacken, dass man zum Nachdenken angeregt wird, diese aber nicht aufdringlich rüberkommen. So habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich nicht auch mal das ein oder andere zusätzlich noch aussortieren könnte. Die Geschichte, in der die Liebesgeschichte zwischen Flo und Liv eigentlich mehr im Hintergrund und ganz unaufgeregt abläuft, behandelt einfach viele wichtige Dinge. Minimalismus, dass es wichtig ist auf seine Umwelt zu achten, wie wichtig ein fester Punkt im Leben ist und vor allem wie wichtig, dass man sich um diesen kümmert, aber auch anderes. Ich möchte ja nicht zu sehr Spoilern. Die Interaktion von Flo und Liv und wie die beiden sich immer wieder einfach perfekt ergänzen fand ich wirklich sehr angenehm. Es gibt kein großes Drama und das ist wirklich angenehm. Auch die Interaktion von Liv mit ihrer Familie, in die wieder ein gewisser Zusammenhalt zurückkehrt, war wunderbar mit anzusehen.

Fazit:

Es lohnt sich nicht immer an allem festzuhalten. Aber es gibt Dinge im Leben, die sollte man nicht ziehen lassen.

Für mich war es ein absolutes Herzensbuch, welches eine klare Leseempfehlung bekommt. Es ist schön, wenn ein Buch so viele Themen so unaufdringlich mit einfließen lässt und dazu noch ganz ohne Drama auskommt.

Vielen Dank, an das Bloggerportal für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadruch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.