Free like the wind von Kira Mohn

Titel: Free like the wind

Autorin: Kira Mohn
Seiten: 368
Genre: Fiktion, Zeitgenössische Romantik
Verlag: Rowohlt Taschenbuch / Kyss
Format: Taschenbuch
Preis: 12,99€

Unbezahlte Werbung, da selbst gekauft.

Highlight

„Jetzt gerade habe ich Angst, es nicht zu können. Manchmal ist man vielleicht zu zerbrochen. Nicht alles lässt sich kitten und wenn das eigene Innere aus Milliarden Scherben besteht, ist es schlichtweg unmöglich, kleinste Splitter wieder zusammenzufügen.“

Rae hat Schlimmes erlebt. Sie ist gebrochen, doch durch Haven und Jax beginnt Sie langsam wieder mehr zu leben. Doch etwas fehlt. Wo möchte Sie hin, wie soll es für Sie im Leben weiter gehen? Um das heraus zu finden, will Sie durch den Nationalpark wandern, in dem Haven mit Ihrem Vater lebt. Den Kopf freibekommen und über all die Dinge nachdenken, die Sie so sehr beschäftigen. Doch alleine ist das Ganze schwer zu realisieren. Widerwillig bietet sich Cayden an, mitzukommen. 

Der Schreibstil der Autorin ist wie im ersten Teil gefühlvoll, beschreibend, flüssig und angenehm. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Rae und Cayden geschrieben. Damit konnte man sich richtig gut in beide hineinversetzen. Auch durch dieses Buch konnte ich wieder in meinen Gedanken nach Kanada reisen und mich von der Landschaft verzaubern lassen. Jedoch waren die Beschreibungen der Landschaft in diesem Teil nicht ganz so ausgeprägt wie im ersten. Man kann „Free like the wind“ auch unabhängig von „Wild like a river“ lesen. Auch wenn es natürlich für einige stellen angenehmer ist, den ersten Teil zu kennen. 

Rae hat mir schon in den kurzen Sequenzen in denen Sie in „Wild like a river“ vorgekommen ist, sehr gut gefallen. Umso gespannter war ich darauf, Sie richtig kennenzulernen. Das, was Rae erlebt hat, ist schlimm und man wünscht es keinem Menschen. Es erklärt aber, warum Sie und auch Ihre Mutter übervorsichtig handeln und nicht wirklich aus sich herauskommen. Die Entwicklung, die Rae in dem Buch macht, ist enorm und einen großen Anteil daran hat definitiv Cayden.

Cayden versucht sich zu betäuben. Er will nicht wie sein Vater sein, er will nicht sein Leben führen und er will eigentlich nichts mit ihm zu tun haben. Um all das zu vergessen, ist ihm jedes Mittel recht. Er treibt exzessiv Sport, trinkt und schleppt haufenweise Mädchen ab. Doch als Rae ihm eines Abends gegenübersteht und ihn sieht, ihn so sieht, wie er wirklich ist, da übt Sie eine Faszination auf ihn aus, die ihn alles andere vergessen lässt.

Alle anderen Charaktere waren gut ausgearbeitet. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle gewünscht, ein bisschen mehr z.B. über Rae zu erfahren. Aber das kommt gewiss mit dem zweiten Teil.

Ich war von Beginn an sofort wieder in Kanada. Ich habe mich zwischen Rae, Haven, Jax und Cayden sofort wieder wie zu Hause gefühlt und bin abgetaucht. Abgetaucht in eine Welt, die mich schon im ersten Teil in Ihren Bann gezogen hat. Die unendliche Weite Kanadas, aber auch die Freundschaft, die die Vier miteinander verbindet, bringen mich einfach dazu, mich wohlzufühlen. Die Geschichte von Rae und Cayden ist jede für sich, aber auch die Geschichte der beiden zusammen, zu der sie wird, einfach nur schön. Die Autorin spricht Themen an, die nicht ohne sind, jedoch hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Tiefgang gewünscht. An anderen Stellen zieht sich die Geschichte leider ein wenig, weil es doch sehr lange dauert, bis man eine wage Ahnung hat, was Rae und Caden genau belastet. Trotzdem hat die Autorin es geschafft, dass ich das Buch zu keiner Zeit aus der Hand legen wollte. Auch konnte ich über manche Sprüche von Rae gegenüber Cayden einfach wieder nur lachen. Es war somit eine gute Mischung aus Gefühl, Humor und Wohlfühlatmosphäre.

Alles in allem ist das Buch für mich einen tacken schwächer als der erste Teil wegen der Längen, die es hat und weil die Landschaftsbeschreibungen nicht ganz so bildgewaltig sind, aber es ist trotzdem ein tolles Wohlfühlbuch und somit ein weiteres Highlight dieses Jahr.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

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