Endometri… Was? Und was soll überhaupt diese Adenomyose sein?

Hej Hej meine Lieben,

so oder so ähnlich wird es wohl vielen ergehen, wenn Sie zum ersten Mal von dieser oder diesen Krankheiten hören. Denn leider ist die Endometriose trotz, dass es sich dabei um die zweit häufigste gynäkologische Erkrankung handelt, noch sehr unbekannt. Von der Adenomyose, da nur sehr schwer zu Diagnostizieren und eher selten ganz zu schweigen. Auf meiner Instagram-Seite habe ich euch über den Januar verteilt, schon einige zusammengefasste Dinge zur Endometriose erzählt. Hier nun noch einmal etwas ausführlicher.

Zuerst aber noch einmal ein Hinweis von mir. Ich bin kein Arzt und alles, was hier steht, habe ich aus Büchern, dem Internet und der eigenen Erfahrung. Solltet Ihr Genaueres wissen wollen, sprecht mit eurem Arzt. Gerade wenn Ihr Symptome habt, die euch spanisch vorkommen, geht zum Arzt und klärt das ab. Dieser Text kann euch nicht helfen, eine Diagnose zu treffen.

Was ist Endometriose und Adenomyose?

Endometriose

Bei einer Endometriose handelt es sich um eine gutartige, allerdings meist schmerzhafte Wucherung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter. Dieses Gewebe siedelt sich dann an benachbarten Organen an. Auch wenn meist der untere Bauch- oder Beckenraum betroffen ist, so kann das Endometrium prinzipiell überall im Körper wachsen. Auch wenn das Gewebe als gutartig kategorisiert wird, kann es bleibende Schäden an den Organen verursachen. Das Gewebe wächst wie die Gebärmutterschleimhaut ganz normal mit dem Monatszyklus mit und blutet auch während jeder Menstruation. Da das Blut nicht abfließen kann, bilden sich meist mit Blut gefüllte Zysten und Entzündungsherde (sogenannte Endometrioseherde).

Adenomyose

Wächst das Endometrium in die Muskulatur der Gebärmutter ein, so spricht man von einer Adenomyose. Dadurch kann sich die Gebärmutter vergrößern. Manchmal wird die Adenomyose auch von einer Endometriose oder Myomen begleitet.

Wann und wie häufig tritt die Krankheit auf?

Endometriose

Es ist schwierig, genaue Angaben zu machen, da die Krankheit oft nur zufällig oder auch gar nicht diagnostiziert wird. Die höchste Wahrscheinlichkeit, dass eine Endometriose Auftritt liegt bei Frauen zwischen 35 und 45 Jahren. Doch auch Heranwachsende können schon Probleme damit haben. Experten schätzen die Häufigkeit auf zwischen 8 und 15 Prozent aller Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahre. Womit es sich hierbei nach Myomen um die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung handelt.

Adenomyose

Hier ist unklar, wie viele Frauen von der Krankheit betroffen sind. Die Diagnose ist sehr schwer zu stellen. Es kommt nur selten vor und meist bei Frauen im Alter zwischen 35 und 50. Sie tritt häufiger bei Frauen auf, die mehr als eine Schwangerschaft hatten.

Ursachen

Bis heute ist man nicht zu 100 Prozent sicher, woher genau die Endometriose oder die Adenomyose kommen. Es gibt diverse Theorien, wie es zu der Bildung des Endometriums außerhalb der Gebärmutter oder aber in der Gebärmutterwand kommt. Aber eine genaue Erkenntnis, wie die Krankheiten zustande kommen, gibt es bisher trotz intensiver Forschung nicht.

Symptome

Endometriose

Die betroffenen Frauen können keine Symptome haben oder aber unter einer Vielfalt leiden.
Häufig sind hier:

  • Unterleibsschmerzen vor allem in der zweiten Hälfte des Zyklus
  • Rückenschmerzen, die im Zusammenhang mit dem Zyklus auftreten
  • Schmerzen bei der Monatsblutung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Wiederkehrende Schmerzen im Unterbauch
  • Menstruationsstörungen, Unregelmäßigkeiten bei der Monatsblutung
  • Unfruchtbarkeit
  • Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang (selten)
    Die Beschwerden verstärken sich oder ebben ab, je nachdem, an welchem Punkt des Zyklus man sich befindet.

Adenomyose

  • Starke und schmerzhafte Monatsblutungen
  • Unklare Schmerzen im Bereich des Beckens
  • Druckgefühl in Blase und Enddarm
  • Mitunter schmerzhafter Geschlechtsverkehr
    Symptome verschwinden meist mit den Wechseljahren oder werden dann zumindest schwächer.

Diagnose

Endometriose

Besteht ein Verdacht, so erfolgt zuerst eine eingehende Befragung sowie eine gynäkologische Untersuchung. Dies geschieht meist durch Tastuntersuchung und im Anschluss durch Ultraschall. Endgültig kann man mit diesen Untersuchungen die Endometriose jedoch nicht diagnostizieren. Hierfür wird eine Bauchspiegelung durchgeführt und verdächtige Herde können im Zuge dessen sofort entfernt und auch untersucht werden. Erst durch die Untersuchung einer Gewebeprobe kann die Diagnose genau gestellt werden.

Adenomyose

Die Diagnose hier ist sehr schwer. Meist erfolgt diese durch einen Ultraschall oder ein MRT. Ein Verdacht besteht unter anderem, wenn die Gebärmutter bei der Untersuchung vergrößert, rund und ungewöhnlich weich erscheint. Allerdings kann eine definitive Diagnose nur durch die Gewebeentnahme aus der Gebärmutter erfolgen. Dies geht nur bei der Entfernung der Gebärmutter.

Therapie / Heilung

Endometriose

Hier kommt es darauf an, wie stark die Krankheit ausgeprägt und wie die Beschwerden sind, sowie ob ein akuter Kinderwunsch besteht. Eins ist jedoch sicher, die Krankheit ist nicht heilbar. Es gibt hier auch nicht die eine Therapie und in manchen Fällen ist die Zusammenarbeit eines ganzen Teams aus verschiedenen Bereichen sinnvoll. Mögliche Therapien sind:

  • Bauchspiegelung zur Diagnose und Entfernung von Herden
  • Schmerztherapie mit Medikamenten
  • Hormontherapie, um den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zu verhindern
  • In manchen Fällen auch Akupunktur, traditionelle chinesische Medizin, Homöopathie und Pflanzenheilkunde sowie die Umstellung der Ernährung

Adenomyose

Auch eine Adenomyose kann man nicht heilen. Nur durch die Entnahme des Organs entfallen die Beschwerden vollständig und dauerhaft.

  • Interauterinpessar mit Levonorgestrel (ein synthetisches weibliches Hormon, womit Blutung und Schmerzen bei der Monatsblutung kontrolliert werden können)
  • Verhütungspille
  • Bei schweren Symptomen, die Entfernung der Gebärmutter

Der Kinderwunsch

Man sagt, dass 20 – 30 % der Frauen mit einem unerfüllten Kinderwunsch an Endometriose leiden. Generell ist es möglich, mit beiden Krankheiten ein Kind zu bekommen. Jedoch hängt dies mit dem jeweiligen Grad und der persönlichen Situation und Diagnose zusammen. Gerade Endometriose kann zu Unfruchtbarkeit führen. In vielen Fällen ist jedoch eine Kinderwunschbehandlung notwendig und es geht nicht auf natürlichem Wege. Bei der Adenomyose ist eine Schwangerschaft ohne IVF (In-vitro-Fertilisation) zu 90 % ausgeschlossen. Bei Endometriose-Patientinnen kann schon die Entfernung der Endometrioseherde die Fruchtbarkeit verbessern. Jedoch kann es auch hier dazu kommen, dass dies nicht ausreicht und Kinderwunschbehandlungen notwendig sind.

Literatur

Ich kann euch zum Thema Endometriose die folgenden beiden Bücher empfehlen:

  • Nicht ohne meine Wärmflasche von Martina Liel
  • In der Regel bin ich Stark von Anna Wilken und Saskia Hirschberg

Zur Adenomyose kenne ich leider keine Bücher. Ich wusste bis vor 14 Tagen, bis man bei mir den Verdacht geäußert hat, ja nicht einmal was das ist.  

Quellen:

https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/endometriose/
https://www.endometriose-vereinigung.de/was-ist-endometriose.html
https://www.kinderwunschzentrum-da.de/grundlagen-ursachen-fuer-kinderlosigkeit/endometriose-und-adenomyose
https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/gesundheitsprobleme-von-frauen/verschiedenartige-gyn%C3%A4kologische-abnormit%C3%A4ten/adenomyose

Das Copyright für das Cover liegt beim Verlag. Foto, Idee und Text sind von mir.

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