Die letzte Wahl von Eric Sander

Titel: Die letzte Wahl

Autor: Eric Sander
Seiten: 369
Genre: Thriller, Politthriller
Verlag: Lübbe
Format: Taschenbuch
Preis: 15,90€

Werbung / Rezensionsexemplar

Highlight

Sein Leben gleicht einem Chaos. Ständig streitet er sich mit seiner Ex-Frau und kämpft darum seine Tochter regelmäßig zu sehen. Die Wahlen stehen kurz bevor und Nichlas Moor könnte sich besseres vorstellen, als lediglich für den Lokalteil seiner Zeitung zu schreiben. Doch nach einem Vorfall vor einiger Zeit traut ihm keiner mehr, mehr zu. In seinem Kurzurlaub beobachtet er über eine Drohne ein geheimes Treffen der Volkspartei und stößt auf Informationen, die ihn und seine Tochter das Leben kosten können. Kann er die Pläne, die eine düstere Zukunft vorhersagen noch verhindern?

Für mich war es zumindest bewusst der erste Politthriller, den ich gelesen habe. Aufgrund der gegebenen Aktualität hatte mich das Buch noch mehr in seinen Bann gezogen als ohnehin schon. Der Schreibstil des Autors ist fesselnd, spannend und aufreibend. Ich habe mich selbst ein ums andere Mal so gefühlt, als, wenn sich gleich um die Ecke jemand verbirgt, der mich beobachtet. Leider gab es doch den ein oder anderen Rechtschreibfehler, der mir aufgefallen ist. Ob es gedoppelte Worte waren oder zum Teil auch mal ein fehlender Buchstabe im Namen. An den Stellen, wo es mir aufgefallen ist, war es jedoch nicht sonderlich störend. Aufgrund dessen, dass es jedoch nicht allzu wenige waren, möchte ich es kurz erwähnen.

Die Protagonisten Nicholas Moor und auch der Kanzlerkandidat Hartwig, sind ebenso charismatisch, gut ausgearbeitet und stark. Lukas, der Kollege von Nicholas, lockert die Szenen, in denen er vorkommt, immer wieder, durch seine Teddyhafte und tollpatschige Art auf. Was dem Buch immer wieder ein wenig Leichtigkeit bei dem ernsten Thema gibt.

Dieses Buch beinhaltet nicht nur wegen seiner Aktualität viel Wahrheit und gerade der Rechtspopulismus, der hier beschrieben wird, bereitet einem in den letzten Jahren schon so häufig Bauchschmerzen. Dieses Buch beschreibt eindrucksvoll und rasant wie schnell ein starker Redner und eine Partei, mit den richtigen Mitteln eine breite Masse dazu bringen kann, Dinge zu tun und zu glauben, die völlig daneben oder an der Realität vorbei sind. Auch hält es einem wieder gekonnt vor Augen wie es geschichtlich schon einmal zu so einem Umschwung in der Gesellschaft kommen konnte. Ebenfalls, dass dies auch noch heute geht. Dieses Buch zeigt auf, was Macht, die richtigen Mittel und das Verdrehen von Tatsachen sich auswirken können. Wie gerade diese Mittel vorwiegend in den sozialen Medien misstrauen, Missgunst und so vieles mehr streuen können und welche Auswirkungen das auf jeden einzelnen von uns haben kann, sogar auf den eigentlich so treuen Regeln und Prinzipienreiter.

Fazit:

Durch ein richtig gesätes Korn des Zweifels kann man eine ganze Masse dazu bringen einem zu vertrauen und versuchen einen Sturm auszulösen.

Dieses Buch bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Ich habe es nur so weggeatmet und eine neue Richtung im Bereich Thriller für mich gefunden, die ich bestimmt noch öfter lesen werde.

Vielen Dank an Bastei Lübbe und die Bloggerjury für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

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