Feindesopfer von Max Seeck

Titel: Feindesopfer

Autor: Max Seeck
Seiten: 496
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe
Format: Taschenbuch
Preis: 16,99€

Werbung / Rezensionsexemplar

Mochte ich sehr

Eliel Zettorberg einer der erfolgreichsten Geschäftsleute Helsinkis wird in seiner Wohnung tot aufgefunden. Niemanden verwundert dies so wirklich, hat er doch gerade beschlossen einen Geschäftszweig seines Unternehmens zu schließen und viele Menschen zu entlassen. Jedoch findet man Hinweise darauf, dass es noch weitere Opfer geben könnte. Da die Gesichter jedoch ausgekratzt sind, beginnt eine Suche. Eine Suche nach den unbekannten vermutlichen Opfern und dem Täter. Doch dieses Mal ist Jusuf auf sich allein gestellt, da Jessica sich noch vom letzten Fall erholt.

Meine Meinung

Cover, Gestaltung und Schreibstil

Das Cover passt von der Aufmachung her perfekt in die Reihe und auch der Farbschnitt ist gleich gehalten, das beruhigt doch direkt auch den inneren Monk.

Auch spiegelt es, typisch für diese Reihe ein Element wider, welches auch im Buch eine Rolle spielt. Für mich wieder ein gelungenes Cover, passend zum Thriller und der Reihe.

Der Schreibstil ist wie gewohnt fesseln, spannend, knallhart, detailliert und packend. Zudem hat der Autor es einfach raus, einen aufs Glatteis zu führen und durch gekonnte Wendungen zu verwirren. Das Buch ist wie gewohnt aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben so weiß man direkt, ob man bei Jessica oder Jusuf ist.  

Protagonisten

Jessica Niemi rückt hier mal ein wenig in den Hintergrund und taucht nur punktuell auf. Sie hat weiterhin mit Ihren psychischen Problemen zu kämpfen, zudem aber auch noch mit Nachwirkungen aus den letzten beiden Fällen. Interessant finde ich die Entwicklung, die Sie auf gewissen Ebenen gerade in Bezug auf Jusuf gemacht hat. Für Jusuf ist es der erste Fall, den er ganz ohne Jessica bearbeitet und auch leitet. Aber so ganz ohne sie kann er dann doch nicht. Er trauert immer noch seiner Ex-Freundin hinterher, scheint sich aber langsam auf etwas Neues einlassen zu können. Wenn man meint, dass klar ist auf wen, der könnte sich eventuell am Ende vielleicht doch täuschen. Ansonsten ist Jusuf, wie man ihn kennt. Loyal, ein guter Ermittler und ein wahrer Freund. Die anderen Teammitglieder sind wie gewohnt gut ausgearbeitet und zur Geschichte passend. Sie bekommen dieses Mal sogar einen zum Teil höheren Anteil, sodass man mehr über sie und ihr Leben erfährt.

Inhalt

Es ist mittlerweile der dritte Teil der Jessica-Niemi-Reihe und wer mir schon eine Zeit folgt, der weiß, dass ich seit dem ersten Band ein Fan des Autors bin. Leider muss ich hier sagen, dass es ein guter Thriller war, der mir aber diesmal für mich kein Highlight war. Man könnte ihn im Vergleich zu den letzten beiden Teilen schon fast als seicht bezeichnen. Na ja, seicht zumindest für meine Verhältnisse. Mir hat die geänderte Konstellation von Jusuf und Jessica gefallen und vor allem auch deren Entwicklung. Auch empfand ich es als gut, dass man mehr über die andern Teammitglieder erfahren hat. Man hat wie gewohnt eine gewisse Grundahnung, in welche Richtung man den Täter zu suchen hat, aber so ganz dahinterkommt man halt dann eben doch nicht. Es gab die ein oder andere Szene in Bezug auf Teil eins und Jessicas Vergangenheit, die ich so in dem Buch und der Geschichte nicht gebraucht hätte. Ja, zum Teil sogar etwas fehl am Platz empfand. Das Ende kam mir dann auch ein wenig zu schnell und die Auflösung der letzten Szene fand ich etwas unzureichend.

Fazit

Dinge, die in einem Moment klar erscheinen, können im nächsten wieder ganz anders aussehen.

Trotz einiger Kritikpunkte mochte ich den Thriller wieder sehr und ich kann eine Leseempfehlung aussprechen. Auch werde ich die Reihe weiterverfolgen.

Vielen Dank an Lübbe und die Bloggerjury, für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Cover unterliegt dem Copyright des Verlags. Das Foto, die Idee dazu sowie Rezension und Text sind von mir.

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